31.01.2012

A FH erhält nach Wettbewerbsentscheidung Zuschlag für den Neubau der Zweifachturnhalle in Essenbach

Essenbach. Der Marktgemeinderat hatte sich bereits vor Monaten in einer ihrer nichtöffentlichen Sitzungen für die Vergabe der Zweifachturnhallen-Planungen an das Architekturbüro Feigel-Huber entschieden. Stefan Feigel stellte nun die Planung vor, in der Forderungen seitens der Regierungsfachstellen und auch der Marktgemeinde eingearbeitet sind.

Die Halle entsteht, wie bereits mehrfach berichtet, parallel zur B15 in sechs Metern Abstand. Die Außenfassade zur Straße hin wird mit Holzverschalung verkleidet. Im Inneren achteten die Planer auf eine strikte Trennung zwischen Schmutz- und Sauberbereich. Die Umkleide für Behinderte wurde ebenfalls im ersten Stock bei den anderen Umkleiden und Sanitärräumen untergebracht. Zusätzlich konnte Architekt Feigel den gewünschten Konditionsraum ohne Raumprogrammänderung integrieren.

Die Idee, den Übergang von Schule zur Turnhalle mit großen Aluminiumpilzen zum Schutz vor Schnee und Regen zu gestalten, fand beim Gremium Anklang. Außerdem seien diese Pilze auch in der Pause nutzbar, ergänzte Feigel.

Wie der Statikingenieur Heinz Kutsch referierte, besteht der Untergrund aus zwei verschiedenen Lehmschichten. Er empfahl deshalb, die Zweifachhalle in eine biegesteife Stahlbeton-Wanne zu setzen.

In die tief gelegte Wanne wird das Untergeschoss der Halle gebaut, der gesamte Bau wirkt gerade am Ortsbeginn nicht mehr so wuchtig. Kostenmäßig sei die Wanne teurer, doch spare man sich die Fassade des Grundgeschosses, antwortete Feigel auf Nachfrage. Ob für das Regenwasser ein Puffer gebaut werden muss oder man es in den Kanal leiten könne, wird noch geprüft. Die Halle wird an die Hackschnitzelheizung des Eskara angedockt, wie schon Volks- und Musikschule. Der Architekt empfahl die Wärmedämmung beim momentanen gesetzlichen Stand nach NF 2009 zu belassen. Dies bedeutete eine 16 Millimeterdämmung.

Perforierte Decke statt Sichtdachstuhl

Durch den Einbau einer perforierten Decke gewinne man mehrerlei Vorteile und vor allem niedrigere Kosten, so der Planer weiter. Lüftungsleitungen für die Be- und Entlüftung samt der Wärmerückgewinnung könnten in einfach verzinkten Rohren geleitet, die Beleuchtung und der Faltvorhang leicht integriert werden. Die Akustik wird durch den Einbau einer Wärmedämmung oberhalb der Decke optimiert. Feigels Idee, die Sprossenwände als leichtgängige Tore zu den Geräteräumen zu nutzen, wird noch mit dem Sportlehrern besprochen. Einig waren sich die Marktgemeinderäte auch darüber, dass auf das große Dach der Halle eine Photovoltaikanlage installiert werden sollte. Einen wichtigen Hinweis gab eine der Marktgemeinderätinnen noch mit der Frage nach den Fenstern. Da die Halle mit dem Stirnseiten nach Osten und Westen gerichtet ist, muss für einen hohen Blendschutz gesorgt werden.

Feigel hatte ein Materialbeispiel mitgebracht, bei dem zwischen die Glasscheiben eine milchig weiße Schicht angebracht ist, die die direkte Sonneneinstrahlung verhindert, allerdings Licht ungehindert durchlässt. Damit erspare man sich die äußere Beschattungsanlage. Mit einer Gegenstimme wurde der Planung mit den angesprochenen Punkten zugestimmt, über Sprossenwände und Glasbeschaffenheit informiert das Architektbüro in einer weiteren Sitzung.

-sg- Landshuter Zeitung