02.08.2011

„Wir kriegen eine neue Schule“

14-Millionen-Projekt: Spatenstich für Neubau und Sanierung der Berufsschule II

Spatenstich für ein 14 Millionen- Bauprojekt: Gestern haben die Vertreter des Zweckverbands Berufliche Schulen zum Spaten gegriffen, um den offiziellen Startschuss für einen Anbau und die Sanierung der Berufsschule II an der Weilerstraße zu geben. Trotz der hohen Kosten ist das Projekt bisher eher untergegangen, da die Sanierung und die Neubauten an der Berufsschule I an der Luitpoldstraße mit Kosten um die 80 Millionen Euro für deutlich mehr Aufsehen sorgen.

Der Zweckverband habe anfänglich gezögert, ob die Berufsschule II saniert werden soll, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf anlässlich des Spatenstichs. Doch schließlich sei klar gewesen, dass auch dort erweitert und saniert werden müsse. Die Gesamtkosten für beide Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 95 Millionen Euro – „das ist ein Kraftakt“, sagte Rampf, der auch stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands ist. Vom Freistaat erhält der Zweckverband eine Förderung von rund 40 Millionen Euro für beide Baumaßnahmen.
Schulleiter Johan Cikanek sprach von einer lang ersehnten Sanierung. In Zeiten des Fachkräftemangels zeigte die Investition, wie wichtig dem Zweckverband eine gute Ausbildung sei. In die Freude über die grundlegende Sanierung der alten Gebäude und des Erweiterungsbaus mischte sich beim Schulleiter auch Sorge über Jahre des Baulärms: „Mir graust es vor den Belastungen.“ Und die kommen auf Schüler und Lehrer sicherlich zu: Die Bauarbeiten sind in drei Abschnitte unterteilt und mit Umzügen der Lehrer und Schulklassen verbunden. Im ersten Abschnitt entsteht der Anbau mit einer Fläche von rund 525 Quadratmetern. Im Anschluss muss die Schule aus dem Hauptgebäude in den Neubau umziehen, denn in Abschnitt zwei wird das Hauptgebäude saniert. „Das wird in den Rohbauzustand versetzt,“ sagte Cikanek der LZ.
Im dritten und letzten Bauabschnitt geht es dann dem Nebengebäude samt Turnhalle baulich an den Kragen. Für die Planung ist das Architektenbüro Feigel und Huber zuständig. Läuft alles nach Plan, dann soll im Herbst 2014 alles fertig sein.. Schulleiter Johann Cikanek fasst das angepeilte Ergebnis so zusammen: „Wir kriegen eine neue Schule.“